fair & nachhaltig

Unser Verständnis

Nachhaltigkeit beschreibt für uns in erster Linie einen verantwortungsbewussten Umgang mit ökologischen und sozialen Ressourcen. Um diese Art von Beziehung zwischen Menschen und der Welt zu gewährleisten, ist es an der Zeit, ein neues Bewusstsein zu entwickeln, das auch vor der Kritik unseres Konsums nicht zurückschreckt.

Wir geben unser Bestes, um unseren Teil dazu beizutragen und setzen daher auf zeitlose Schnitte und auf Qualität, die wir gerne und lange tragen, statt auf Fast Fashion, die billig gekauft und bald weggeschmissen wird.

Wir wollen nachhaltig Eindruck schinden und daher entspricht das Konzept der “Slow Fashion” viel eher unserer Philosophie: einen kleinen Kleiderschrank haben, der uns ein Leben lang begleitet- und der dank Bio-Baumwolle auch noch nach Jahren so aussieht wie am ersten Tag.

Faire Produktion

Die Probleme, die sich aus der billigen Produktion in anderen Ländern ergeben, sind uns allen bekannt. Die „Fair Wear Foundation“ setzt sich aus Akteuren zusammen, die gemeinsam gegen diese Missstände vorgehen wollen – unser Partner und Textilproduzent ist Teil davon. Hier wird die Arbeit der Näherinnen und Näher wertgeschätzt.

Was bedeutet das konkret? Mit der Auswahl unserer Produzenten tragen wir dazu bei, dass die dringendsten Probleme in der Textilindustrie nicht wieder verlagert werden, sondern vor Ort gelöst. Damit bieten wir und unser Textilhersteller den Arbeiterinnen und Arbeitern in Bangladesch eine sichere, gut bezahlte und gerechte Alternative:

Bezahlung

Bezahlung

Statt Arbeiterinnen und Arbeiter für wenige Cent am Tag schuften zu lassen, wird in der Fair Wear Foundation ein Lohn gezahlt, der ihrer Arbeit gerecht wird – das bedeutet, dass der Lohn immer den staatlichen Mindestlohn übersteigt.

Sicherheit

Sicherheit

Wenn die Arbeitenden jeden Tag aufs Neue ihre Gesundheit und sogar ihr Leben riskieren, läuft etwas schief. Die Fabriken unseres Herstellers halten deshalb etwa strengste Normen im Bereich Brandschutz ein.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung

Niedrigere Löhne oder weniger Arbeitsplätze für Frauen sowie Belästigung am Arbeitsplatz haben in den zertifizierten Produktionsstätten keinen Platz.

Nachhaltige Materialien

Der vertrocknete Aralsee in Usbekistan ist ein eindrucksvolles Beispiel für das Scheitern der Textilindustrie und unseres Konsumverhaltens. Schuld daran sind nicht etwa die Kleinbauern in der Region, sondern unser Streben nach immer billigerer Herstellung und die Ignoranz der Schäden, die wir an unserer Umwelt anrichten.

Der traditionelle Anbau von Baumwolle verbraucht nicht nur Unmengen an Wasser, sondern ist auch verantwortlich für die Vergiftung von Böden, Ackern und Grundwasser durch zahlreiche Pestizide. Wir verlagern damit die Kosten unseres Konsums in ferne Länder.

Bio-Baumwolle kann daran etwas ändern. Weniger Pestizide und weniger Verschwendung von wertvollem Trinkwasser, dafür mehr Bildung der Kleinbauern und höhere Qualität der Stoffe sind das Ziel der Initiative unseres Produzenten, der wir uns angeschlossen haben.

Zertifizierungen

Die Bemühungen unseres Herstellers sind zertifiziert durch den „Global Organic Textile Standard“ für umweltfreundliche Materialien, die „Fair Wear Foundation“ für Verbesserung der Arbeitsbedingungen und den „Global Recycled Standard“ für den Einsatz und die Entwicklung neuer, wiederverwertbarer Stoffe. Die OCS Blended-Zertifizierung gilt für die Produkte, die sich aus unterschiedlichen Materialien zusammensetzen (Baumwolle/Polyester, Baumwolle/Tencel, Baumwolle/Modal, Baumwolle/Wolle). Zudem sind all unsere Textilien Oeko-Tex zertifiziert und REACH konform.

Unser Weg zur CO2-Reduzierung

Das Klima der Erde verändert sich – und wir tun das auch

Der Klimawandel und seine Auswirkungen gefährden unsere Erde und alle Lebewesen. Wir glauben daran, dass wir gemeinsam für eine bessere Welt kämpfen können und möchten wichtige Schritte gehen und Lösungen finden, sodass die Modeindustrie nicht mehr einer der größten Beitragenden zum Klimawandel ist.

Realität

Die Situation, in der wir uns befinden, ist eindeutig. Wir stecken mitten in einer Klimakrise. Wir stoßen weltweit immer noch viel zu viel CO2 aus, was das Klima der Erde drastisch verändert. Was die Wissenschaft aber auch klargestellt hat, ist, dass wir unsere Erde noch retten können. Wir müssen aber schnell handeln und gemeinsam an unseren Zielen arbeiten. Das trifft auf jeden Einzelnen zu. Aber noch viel wichtiger ist, dass mehr auf Unternehmen ihre Prioritäten ändern, sodass die Auswirkungen auf unsere Umwelt auf das Mindeste reduziert werden. Die CO2 Emissionen müssen minimiert werden, um die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, so wie es im Pariser Klimaabkommen gefordert wird.

Auch wir von dressgoat stehen wie jedes andere Unternehmen in der Verantwortung. Wir müssen nach Lösungen suchen, uns stetig weiterbilden und schnell handeln, um unsere Klimaziele zu erreichen und unseren Planeten lebenswert zu erhalten! Aus diesem Grund sind all unsere dressgoat Produkte seit dem 1. Januar 2022 klimaneutral. Was das genau bedeutet, erklären wir euch hier.

Auf dem Weg zu klimaneutraler Kleidung

1. Berechnung der Emissionen

Bevor unsere Produkte als “klimaneutral” kennzeichnet werden dürfen, muss zunächst der CO2-Fußabdruck berechnet werden. Dies ist an sich schon ein bedeutender Schritt, da es Transparenz darüber schafft, wo CO2-Emissionen verursacht und wie diese angegangen werden können. Die Berechnung erfolgt von COKO, die sich auf die Berechnung und Kompensation von CO2 im Fashionbereich spezialisiert haben. Sie sammeln alle notwendigen Informationen und bestimmen den CO2-Wert individuell für jedes dressgoat Kleidungsstück. Entlang der Lieferkette werden alle Bereiche mit eingeschlossen, vom Stromanbieter in der Fabrik bis zum Lieferweg zu dir nach Hause.

2. CO2 einsparen

Nach der Berechnung besteht der nächste Schritt darin, CO2-Emissionen zu verringern. Oftmals ist dies ein langfristiger Plan, deren Planung und Ausführung viele Jahre dauern können, da oft komplexe betriebliche Änderungen und große Investitionen in neue Technologien gemacht werden müssen.

3. CO2-Emissionen ausgleichen

Der letzte Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität ist der CO2-Ausgleich: die Kompensation. Neben der Berechnung haben wir in COKO einen Partner gefunden, der uns auch bei der Auswahl eines vertrauensvollen Kompensationsprojekts geholfen hat. Bei der Entstehung von neuen Kleidungsstücken können Emissionen zwar verringert, aber nie komplett vermieden werden. Um diese Emissionen zu neutralisieren, unterstützen wir ein Umweltschutzprojekt, durch deren Arbeit CO2 reduziert wird. Die Emissionen, die durch die Herstellung der dressgoat Produkte entstehen, werden so 1 zu 1 kompensiert. Das von uns gewählte Projekt ist ein reines, zertifiziertes Kompensationsprojekt, welches sicherstellt, dass die Emissionen kompensiert werden. Außerdem war uns wichtig, dass wir uns für ein Land einsetzen, welches durch die Fast Fashion Industrie in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Biogasanlagen in Indien

Unser Umweltschutzprojekt ist SKG Sangha, eine unabhängige, überparteiliche und gemeinnützige Organisation aus Indien. Das Umweltschutzprojekt hilft CO2 zu reduzieren, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen und Aufklärung zu betreiben. Dies tun sie, indem sie Biogasanlagen in ländlichen Gebieten bauen. Dadurch wird der Übergang zu einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Wirtschaft beschleunigt. Durch die Biogasanlagen kann die Verwendung von Erdölprodukten und chemischen Düngemittel vermieden werden. Außerdem arbeitet die Initiative an der Entlastung des Abfallsystems und möchte dabei die Einwohner sowie Touristen für das Problem sensibilisieren. Hierfür fokussiert sich SKG Sangha auf Regionen, die besonders für Tourismus sowie Biodiversität wichtig sind.

Zukunft und Ausblick

Natürlich helfen Worte nichts, wenn die Maßnahmen nicht umgesetzt werden. Unter anderem deshalb ist uns Transparenz so wichtig. Sobald unsere Berechnung bei COKO abgeschlossen ist, werden wir ein Dashboard haben, auf dem genau verfolgt werden kann, wie viel CO2 wir bereits kompensiert haben. Für unsere Kompensierung finden wir eine Schätzung nicht gut genug, deshalb kompensieren wir nicht im Voraus, sondern kommen halbjährlich im Nachhinein dafür auf.

Dass unsere dressgoat Kleidungsstücke nun klimaneutral sind, ist ein wichtiger Schritt. Doch das reicht uns nicht aus. Deshalb pflanzen wir mit dressgoat auch Bäume, sodass wir einen positiven Impact haben, also klimapositive Produkte haben. Doch darauf möchten wir uns nicht ausruhen. Daher werden wir auch in Zukunft immer Ausschau halten, diskutieren, uns reflektieren, weiterbilden und nie aufgeben.